Eine "ruhige Wache" in Kanada

Bergen/D. (hbi) Seit mehr als 20 Jahren bereits unterhält die Freiwillige Feuerwehr Bergen an der Dumme eine sehr freundschaftliche Beziehung zu dem Indianapolis Fire Department in den USA. Zahlreiche Fotos im Gerätehaus erinnern an die schöne Zeit der gegenseitigen Besuche über den großen Teich. Nun reiht sich eine weitere Feuerwehr hinzu - vor kurzem machten drei Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr Urlaub in Montreal und besuchten dort Teile ihrer Familie.

Familie - da war doch was? Richtig, auch wir Feuerwehrleute verstehen uns als eine große Familie - weltweit. Also machten sich die Drei auf den Weg zur Feuerwehr in Ilé Bizard, einer Insel, die zu Montreal gehört. Der eigentliche Plan: "Wir schauen uns mal um, mal sehen, wie die hier so arbeiten." Mit der Tante als Dolmetscherin ging es also los zur Wache auf Ilé Bizard, einer "Außenstelle" der "Service de sécurité incendie de Montréal" (SIM: "Brandsicherheitsdienst von Montreal).

Unsere "Delegation" war sofort willkommen und wurde herzichst begrüßt. Die kanadischen Kameraden haben sich gefreut, dass wir uns für ihre Arbeit interessieren und uns bereitwillig ihre Wache gezeigt. Im austauschenden Dialog konnten wir ihre Arbeitsweise mit unseren Methoden vergleichen.

Atemschutzgerätewart und stv. Gruppenführer Nils Langkopf schildert seine Eindrücke wie folgt:

Für uns ein Erlebnis, alleine die riesigen Autos. Wahnsinn! Die Fahrzeuge hier sind etwas anders als bei uns. Die haben ein Löschfahzeug mit 500 Galone (1900 Liter) ein sogenannten Tanker. Mit 4000 Galone (15 000 Liter). Reichlich Schläuche, die auch etwas größer sind als bei uns. Sie fahren hier als erstes raus wenn rettungsdiensliche Einsätze anstehen und der RTW weiter weg ist als die Feuerwehr, um die Erstversorgung durchzuführen. Hier auf der Insel Ilé bizard sprechen sie von einer "ruhigen Wache" mit nur rund 1200 Einsätzen im Jahr. Auf den wachen um Montreal herum werden zwischen 5000 und 6000 Einsätze im Jahr gefahren! Zum Schluss haben wir uns noch mit einem Ärmelaufnäher bedankt und sie haben uns einen von denen übergeben. Da sie hier fast nur französisch sprechen hatten wir meine Tante mit zum übersetzten.

Für unsere Kameraden sicher ein Erlebnis, was noch lange in Erinnerung bleiben wird - und man war sich einig: wir bleiben in Kontakt.



Fotos: N. Langkopf, B. Langkopf, E. Kandora - FF Bergen an der Dumme

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